Wanderung: Eremo di San Giorgio und Rocca di Garda

Geschichte mit Seeblick

Die Rocca di Garda ist ein Berg, der sich majestätisch zwischen den Orten Garda und Bardolino steil über dem darunterliegenden, gleichnamigen See erhebt. Er besteht aus zwei Hauptgipfeln, der Rocca Vecchia und der Anhöhe mit der Einsiedelei San Giorgio. Doch die Rocca ist weit mehr als nur ein Berg: Sie ist ein faszinierender Ort voller Legenden, der jahrhundertealte Geschichte bewahrt und heute ein beliebtes Ziel für Wanderfreunde ist.

Wir empfehlen Ihnen diese einfache, sechs Kilometer lange Tour durch die sanften Moränenhügel des Hinterlandes. Der Weg bringt Sie zuerst zur Einsiedelei San Giorgio und anschließend zur Rocca Vecchia. Eine wirklich malerische Wanderung, die Sie durch alte Wälder, üppige Weinberge, historische Bauerngehöfte und spannende archäologische, mittelalterliche sowie militärische Überreste führt: Eine echte Zeitreise unter freiem Himmel!


 

Panoramaweg in mediterraner Landschaft
 

Ihre Wanderung durch Geschichte und unberührte Natur beginnt in Garda, genauer gesagt in der Via Boschi, und schlängelt sich bis zur Località Dacia. Von dort  aus geht es weiter bergauf zur Einsiedelei San Giorgio, die von Mönchen des benediktinischen Kamaldulenser-Ordens bewohnt wird. 

Auf dem Gelände der Einsiedelei befindet sich eine kleine Anhöhe namens Monte Calvario. Hier oben haben die Mönche ein Kreuz errichtet und so einen kurzen Kreuzweg nachgebildet.

Von der Einsiedelei führt der Weg sanft hinab zur Rocca Vecchia, die 291 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Hier tauchen Sie in die typische Landschaft des Gardasees ein, die von einer reichen mediterranen Vegetation geprägt ist. Die Rocca Vecchia ist eine wahre Oase der Ruhe und des Friedens, von der aus Sie eine herrliche Aussicht genießen können. 

Vom Felsen geht es nun auf einem Weg bergab, der sich durch die sanften Hügel, vorbei an Bauerngehöften und Weinbergen, windet, bis Sie das Zentrum von Garda erreichen.
 

Für eine weitere Panoramawanderung auf der Rocca lesen Sie diesen Artikel.

Die Geschichte der Rocca, der Eremo und der Ursprung des Namens Garda

Die historische Bedeutung der Rocca di Garda reicht bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. zurück. Damals, unter den Langobarden, wurde auf dem Gipfel eine mächtige Festung errichtet. Sie gab dem Berg bis heute seinen Namen, auch wenn von der Burg selbst kaum noch Spuren übrig sind. Der Ortsname Garda leitet sich direkt von dieser Festung ab (aus dem Altgermanischen "Warda" oder "Warte" also "Wache" bzw. "Festung") und ersetzte den alten lateinischen Namen Lacus Benacus des Sees.

Im Laufe der Jahrhunderte war die Rocca Gegenstand wichtiger Tauschgeschäfte: 1193 überließ Kaiser Heinrich VI. sie der Stadt Verona im Tausch gegen 700 Silbermark. Kurioserweise fand die Festung Anfang des 13. Jahrhunderts ihr Ende, als sie auf mysteriöse Weise von ihren eigenen Verteidigern abgerissen wurde, wahrscheinlich während der Herrschaft von Kaiser Otto IV.

Die Einsiedelei hingegen wurde bereits im fernen 1663 gegründet. Dieser Ort des Friedens erlebte wechselhafte Zeiten. Nach der napoleonischen Unterdrückung im Jahr 1810 wurde sie aufgegeben und von Bauern bewohnt, bevor die kamaldulensische Gemeinschaft 1885 dorthin zurückkehrte.

Apropos Geschichte, hier erfahren Sie mehr über die historischen Villen des Gardasees!

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