Wonach riecht Geschichte?
An Bord der San Nicolò duftet sie nach Holz, das in der Sonne gealtert ist, nach Segeln, die im Gardasee-Wind wehten, nach rauen Händen und nach Stimmen, die direkt aus dem Jahr 1925 zu uns zu sprechen scheinen. Die San Nicolò ist mehr als nur ein Schiff: Sie ist
Wie alles begann
Die San Nicolò wurde am 8. Dezember 1925 in Bardolino zu Wasser gelassen und ist ein lebendiges Symbol für ein Werk der Gemeinschaft. Sie wurde von den Brüdern Giuseppe und Giovanni Donà in Auftrag gegeben, nachdem ein Sturm ihr altes Boot zerstört hatte. Bei der Finanzierung des neuen Schiffes half die gesamte Gemeinde.
Das Schiff wurde nach San Nicolò, dem Schutzpatron der Seefahrer und Schutzheiligen von Bardolino, benannt. Als Arbeitsschiff war die San Nicolò jahrelang ein unermüdliches Transportmittel für Waren auf dem See, als es noch keine Straßen gab, die die Orte am Ufer verbanden. Sie transportierte wirklich alles: Steine, Holz, Lebensmittel und die „stanghe“ – die langen Pfähle zum Binden der Rebstöcke.
Auf historischer Fahrt
Ihr Kurs kreuzte sich mit einigen berühmten Persönlichkeiten Italiens. Am 6. Juli 1930 nahm sie an einer spektakulären Segelfahrt teil, die Gabriele d’Annunzio zum Gedenken an die Belagerung von Peschiera im Jahr 1848, einer der ersten Episoden des Ersten Unabhängigkeitskrieges, organisiert hatte. Dabei belegte die San Nicolò den zweiten Platz unter 30 Booten und beeindruckte mit ihrer Eleganz und Schnelligkeit.
Seitdem hat sie ihre sportliche Karriere nie aufgegeben. Die San Nicolò hat immer wieder andere historische Boote herausgefordert und übertroffen, und damit ihre außergewöhnliche Wendigkeit und handwerkliche Sorgfalt, mit der sie gebaut wurde, unter Beweis gestellt.
Die San Nicolò heute: ein einzigartiges Erlebnis
Nach einem Jahrhundert auf dem Wasser hat sie nichts von ihrer Eleganz verloren. Doch ihre Aufgabe hat sich gewandelt: Statt Fracht zu transportieren, schenkt sie heute unvergessliche Emotionen.
Nach dem Krieg blieb das Segelschiff bis 1957 im Besitz der Familie Donà, bis es der Konkurrenz des Straßentransports nicht mehr standhalten konnte und verkauft wurde. Es folgten mehrere Eigentümer. Nach einer umfassenden Restaurierung im Jahr 1967 wurde es im Januar 1987 Teil der Europlan-Gruppe, die es bis heute betreibt.
Dank Europlan ist das Segelschiff zu einem echten schwimmenden Salon geworden. Hier trifft Geschichte auf Gastfreundschaft und bildet eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die dazu einlädt, den Gardasee in seiner ganzen Magie zu entdecken. An Bord können Sie exklusive Momente erleben: von romantischen Fahrten in den Sonnenuntergang bis zu entspannten Nachmittagen zwischen blauem Himmel und blauem Wasser.
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